100. STADTFORUM BERLIN: [Un]sichtbare [Infra]strukturen Berlins zukunftsfähig weiterentwickeln

KIEZquartier gGmbH stellt Modellprojekt MITEINANDER Haus Gotenburger Str. beim 100. Stadtforum Berlin - [Un]sichtbare [Infra]strukturen Berlins zukunftsfähig weiterentwickeln - vor.


Unter der Schirmherrschaft von Christian Gäbler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat sich das Stadtforum zu einem zentralen Instrument entwickelt, um über Themen zu debattieren, die Berlins zukünftige räumliche Stadtentwicklung betreffen. Die Veranstaltungsreihe fördert die öffentliche Meinungsbildung zu gesamtstädtischen Themen und Herausforderungen. Ziel ist es, im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Fachleuten aus Forschung, Wirtschaft und Politik die Entwicklung der Hauptstadt zu begleiten.
Am 23. Juni 2025 fand im Säälchen am Holzmarkt bereits das vierte diesjährige Stadtforum statt. Kern der Veranstaltung war das Thema Mehrfachnutzung von Räumen und Ressourcen. Orte der Daseinsvorsorge wie Kitas, Schulen, Bibliotheken, Stadtteilzentren, Soziale- und Sporteinrichtungen stärken den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität. Soziale Infrastruktur bildet das Rückgrat lebendiger Quartiere – sie schafft Räume für Bildung, Kultur, Begegnung und Teilhabe und benötigt dafür Flächen.
Die Keynote dieser Veranstaltung unter dem Titel „Steine für die Menschen – Soziale Infrastruktur planen und bauen“ hielt Herr Ralf Zimmer-Hegmann vom ILS Institut für Landes und Stadtentwicklungsforschung. In einem kurzem Podiumsgespräch unter Beteiligung von Cristian Gaebler Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Heike Schmitt-Schmelz, Bezirksstadträtin für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur, Charlottenburg-Wilmersdorf und Ralf Zimmer Hegmann, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) wurde der Rahmen für diese Veranstaltung gesetzt.
Die ungefähr 300 Teilnehmer:innen vertieften den fachlichen Austausch zu unterschiedlichen Aspekten der Planung und Entwicklung Sozialer Infrastrukturen in fünf thematischen Dialogstationen. Kurze Impulsvorträge leiten in die Diskussionen zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein.


1 Soziale Infrastruktur für starke Nachbarschaften

• Uwe Machura, Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung
• Steffen Sambill, Sportjugend Landessportbund Berlin

2 Soziale Infrastruktur zur Stärkung städtischer Zentren

• Reiner Schmock-Bathe, Referat Stadtkultur, Bibliotheken, Archive, Musik- und Jugendkunstschulen
• Janine Wolter, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport Neukölln

3 Soziale Infrastruktur in den Neuen Stadtquartieren

• Stefanie Schellin, Dominique Sandten und Juliane Orgis, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
• Jessica Thiemann, Sozialraumorientierte Planungskoordination, Bezirksamt Neukölln

4 Mehrfachnutzung von sozialen Infrastrukturen

• Andy Hehmke, Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management Friedrichshain-Kreuzberg
• Stefan Zenker, KIEZquartier gGmbH

5 Soziale Infrastruktur von morgen planen

• Maja Arlt und Anna-Sophie Brandt, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
• Gudrun Kobs und Ulrike Milstrey, Bezirksamt Pankow

In der abschließenden Podiumsdiskussion mit Christian Gäbler und jeweils einem Impulsgeber aus den Dialogstationen wurden die Ergebnisse gebündelt. Dabei wurde deutlich, dass die Mehrfachnutzung von sozialen Räumen in jedem Fall langfristige strategische und planerische Überlegungen voraussetzt und die konkrete Umsetzung oft an baulichen Hindernissen, mangelnden Ressourcen – Personal, Finanzmittel, Ausstattung – und an unklaren Verantwortlichkeiten und Haftungsfragen scheitert. Mehrfachnutzung benötigt rechtssichere Strukturen. Sie ist eine wichtigeAufgabe die gezielte Förderinstrumente und entsprechende Anerkennung – auch finanziell – benötigt.    

100. STADTFORUM BERLIN: [Un]sichtbare [Infra]strukturen Berlins zukunftsfähig weiterentwickeln

 

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